Dutch Design Week 2020

Es ist die Dutch Design Week und wir freuen uns, mit unserem Projekt 'OceanWear' im Rahmen des Worth Partnership Project vertreten zu sein. Auch der Bundespreis ecodesign, für welchen unsere Gründerin und Direktorin Friederike von Wedel-Parlow ein langjähriges Jurymitglied ist, nimmt mit den diesjährigen Gewinnern daran teil.

Die Dutch Design Week in Eindhoven ist die größte Designveranstaltung in Nordeuropa und präsentiert Pionierarbeiten von mehr als 2600 Designern. Der Schwerpunkt liegt auf dem Design der Zukunft und der Zukunft des Designs, mit dem Ziel zu zeigen, wie Designer aus der ganzen Welt eine positive Zukunft gestalten können.

In diesem Jahr findet die #DDW als Virtual Design Festival statt. Neben Live-Streams und Webinaren können Projekte durch virtuelle 3D-Touren erkundet werden.

Zum virtuellen Ausstellungsraum des Worth Partnership Project.

Zum virtuellen Ausstellungsraum des Bundespreis ecodesign.



Beneficial Discoveries #6 Circular Laser Line T-Shirt

Wie kann die Mode der Zukunft gestaltet werden, um der stetig wachsenden Herausforderung einer umweltschädlichen Mode- und Textilproduktion besser zu begegnen?

Dieser Fragestellung nachgehend, begegnen uns stets neue innovative Produkte und Geschäftskonzepte zum Thema Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in der Mode, die wir als unsere “Beneficial Discoveries“ vorstellen möchten. Anschließend an unsere Ausstellung „Wie die Mode der Zukunft umweltverträglich wird“ im Bundesumweltministerium Anfang diesen Jahres 2020, präsentieren wir nun auch die dort gezeigten gelungenen Bekleidungsbeispiele in digitaler Form. Die von uns ausgewählten Modedesigner, Marken und Produkte zeigen, wie Qualität, Innovation und Schönheit zu einer umweltfreundlicheren sowie ästhetisch und kulturell reichhaltigeren Mode führen können. Sie liefern erste mögliche Antworten und Ansätze für die Zukunft.


Das "Laser Line Mono T-Shirt" ist ein zirkulärer "fast-forward" Prototyp, der vom Centre for Circular Design, einer akademischen Forschungsinitiative an der University of Arts London, unter der gemeinsamen Leitung von Kate Goldsworthy und Rebecca Early entwickelt wurde. Das Projekt erforscht, wie neue digitale Prozesse eine zirkuläre und reaktionsschnelle Fertigung in der Mode- und Textilindustrie ermöglichen können.

"Das Material in diesem Konzept wurde durch ein von Kate Goldsworthy entwickeltes Laserschweiß-Endbearbeitungsverfahren verbessert. Das Oberflächenmaterial besteht aus handelsüblichem 100% recyceltem Polyester (rPET), die Konstruktion ist gevließt. Während der Veredelungs- und Konstruktionsphase werden keine zusätzlichen Materialien hinzugefügt, wodurch die Recyclingfähigkeit am Ende der Lebensdauer erhalten bleibt.

Dieser Prototyp wurde für eine Nutzungsphase entworfen, die mit einem Standard-Modetop vergleichbar ist, und kann zur vollständigen Rückgewinnung durch chemisches Recycling zurückgeführt werden. Die Haltbarkeit des Vliesstoffs sowie die ästhetische Qualität wird durch verschiedene Veredelungstechniken verbessert, die digital bearbeitet und für eine marktnahe lokale Produktion angepasst werden können. Das Kleidungsstück wird mittels Ultraschall-Nahttechnik in Flachbettbauweise hergestellt, und die Recyclingfähigkeit bleibt durch Monomaterialität erhalten.

Es besteht die Möglichkeit, dieses schnelle und kreisförmige Konzept für einen Massenmarkt in einem industriellen Kontext zu skalieren. Lokale Netzwerke von Herstellern werden für diese Vision von entscheidender Bedeutung sein, von großen Massenfertigungsanlagen bis hin zu kleineren Unternehmensgründungen. Ein erweitertes technisches Verständnis innerhalb einer bestehenden Produktionslandschaft bietet Chancen für die zukünftige Entwicklung lokaler, schneller und kreisförmiger Material- und Modesysteme".

Centre for Circular Design, London




Photo & Illustration: Centre for Circular Design


Circular Design Speeds

Circular Design Speeds ist ein Designkonzept, das alternative Lösungen für verschiedene Arten des Konsums und der Nutzung innerhalb der Kreislaufwirtschaft erforscht. Von 'ultraschnell' bis 'superlangsam' versteht es, dass anpassungsfähigere und verbraucherzentrierte Ansätze erforderlich sind, um nachhaltige Lösungen für unterschiedliche Verhaltensweisen und Bedürfnisse anzubieten. 

Ähnlich wie bei anderen Designansätzen wie der Cradle-to-Cradle-Philosophie berücksichtigt das Konzept Circular Design Speeds, der 'zirkulären Designgeschwindigkeiten', die vorgesehene Nutzungsdauer eines Produkts und das Leben nach dessen Nutzung und richtet die Wahl der zirkulären Materialien und Dienstleistungen entsprechend aus.

'Ultraschnelle' Ansätze sind für nachhaltige 'Fast-Fashion'-Anwendungen gedacht und so gestaltet, dass sie weggeworfen werden können, ohne der Umwelt zu schaden. In diesem Zusammenhang wird 'schnell' zu 'gut' anstelle des herkömmlichen 'schlecht'. Die 'superlangsamen' Ansätze konzentrieren sich auf die Beständigkeit eines Produkts und sind für die Ewigkeit ausgelegt. Hier spielen neben der Wahl von recycelbaren Materialien auch die Pflege und Reparatur von Kleidungsstücken eine wichtige Rolle. 

Mehr über das Konzept 'Circular Design Speeds' auf der Website der Forschungsinitiative des Centre for Circular Design und Mistra Future Fashion



Beneficial Discoveries #5 Circular Speeds für Filippa K

Wie kann die Mode der Zukunft gestaltet werden, um der stetig wachsenden Herausforderung einer umweltschädlichen Mode- und Textilproduktion besser zu begegnen?

Dieser Fragestellung nachgehend, begegnen uns stets neue innovative Produkte und Geschäftskonzepte zum Thema Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in der Mode, die wir als unsere “Beneficial Discoveries“ vorstellen möchten. Anschließend an unsere Ausstellung „Wie die Mode der Zukunft umweltverträglich wird“ im Bundesumweltministerium Anfang diesen Jahres 2020, präsentieren wir nun auch die dort gezeigten gelungenen Bekleidungsbeispiele in digitaler Form. Die von uns ausgewählten Modedesigner, Marken und Produkte zeigen, wie Qualität, Innovation und Schönheit zu einer umweltfreundlicheren sowie ästhetisch und kulturell reichhaltigeren Mode führen können. Sie liefern erste mögliche Antworten und Ansätze für die Zukunft.


Die Filippa K 'Front Runners' Serie ist aus dem Kooperationsprojekt des Centre for Circular Design der University of Arts London (UAL) und der Designforschungsinitiative Mistra Future Fashion entstanden. Im Rahmen des Forschungsthemas "Circular Design Speeds: Schnelle und langsame nachhaltige Modekonzepte durch interdisziplinäre Designforschung" wurden Prototypen mit verbesserten Produktionsprozessen entwickelt, die Kreislauffähigkeit für sowohl 'schnelle' als auch 'langsame' Nutzungsperioden ermöglichen. 'Schnelle' Kleidungsstücke sind hierbei für den biologischen Kreislauf konzipiert, 'langsame' Kleidungsstücke für das Recycling im technischen Kreislauf. 

Ziel der Designforschung ist es, sowohl das etablierte Verständnis von Best Practice im Bereich Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in Frage zu stellen als auch alternative Ansätze darzubieten, um das komplexe Problem der 'Zirkularisierung' unseres Modesystems zu lösen. Dabei wurden Akademiker aus verschiedenen Disziplinen in den Bereichen Supply, Recycling und Benutzerverhalten einbezogen, um kollaborativ auf einen Systemwandel in der Modeindustrie hinarbeiten zu können. 

Schnelles 'Throw Away' Kleid - beige
Für den biologischen Kreislauf.
100% bio-basiert und biologisch abbaubar nach kurzzeitigem Gebrauch.
Vliesartiges Tencel ‚Mogul‘, das teure und energieaufwändige Produktionsschritte wie Spinnen und Weben auslässt. Natürlich gefärbt aus Abfällen von Nahrungsmitteln der Heart and Earth Production.

Langsamer 'Eternal' Trenchcoat - schwarz
Für den technischen Kreislauf.
100% recycelte und recycelbare Materialien aus rPET von Plastikflaschen.
Der We aRe SpinDye® Färbeprozess erzeugt langhaltende Farben und reduziert Wasserverbrauch um 75% sowie chemische Substanzen um 90%.



Photos: Filippa K


ALL GOOD(S) - New Materials for a Future Circular Economy

Am Mittwoch, den 9. September nahm unsere Direktorin Friederike von Wedel-Parlow als Gastsprecherin an der Veranstaltung "ALL GOOD(S) - New Materials in Architecture, Design and Fashion for a Future Circular Economy" im Aedes Metropolitan Laboratory (ANCB) teil. Dabei sprach sie über die Notwendigkeit, messbare Bewertungskriterien für positiven Impact zu definieren, um die holistisch nachhaltige Gestaltung von Produkten zu fördern und ihren Wert greifbar zu machen.

In Zusammenarbeit mit der Niederländischen Botschaft in Berlin konzipierte das Aedes Metropolitan Laboratory (ANCB) ein Programm über niederländische und deutsche Innovationen in der Materialgestaltung - unter Berücksichtigung von Rohstoffen, Techniken und Nutzung - um eine nachhaltige und zirkuläre Wirtschaft in der Zukunft zu ermöglichen. Das Programm unterstützt den Wissensaustausch und neue Verbindungen zwischen Disziplinen, sowie zwischen niederländischen und deutschen Akteuren. Der Eröffnungs-Laborvortrag zielte darauf ab, ein breites Spektrum von Innovationen in der Materialentwicklung zu erkunden.

Zum Video der Vortragsveranstaltung



FCG-Webinar: POSITIVE IMPACT

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass unsere Gründerin & Direktorin Prof. Friederike von Wedel-Parlow vom Fashion Council Germany eingeladen wurde, am 10. September 2020 um 14 Uhr (MEZ) einen Vortrag zum Thema 'POSITIVE IMPACT - QUALITÄT UND INNOVATION IN DER MODE' zu halten.

Das Webinar wird einen Präsentations- und aktiven Q&A-Bestandteil haben und dauert circa 1.5 Stunden.

Hier geht es zur Registrierung.

Mehr dazu auch in unserem Facebook Event.



Beneficial Discoveries #4 VRETENA Circular Design

Wie kann die Mode der Zukunft gestaltet werden, um der stetig wachsenden Herausforderung einer umweltschädlichen Mode- und Textilproduktion besser zu begegnen?

Dieser Fragestellung nachgehend, begegnen uns stets neue innovative Produkte und Geschäftskonzepte zum Thema Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in der Mode, die wir als unsere “Beneficial Discoveries“ vorstellen möchten. Anschließend an unsere Ausstellung „Wie die Mode der Zukunft umweltverträglich wird“ im Bundesumweltministerium Anfang diesen Jahres 2020, präsentieren wir nun auch die dort gezeigten gelungenen Bekleidungsbeispiele in digitaler Form. Die von uns ausgewählten Modedesigner, Marken und Produkte zeigen, wie Qualität, Innovation und Schönheit zu einer umweltfreundlicheren sowie ästhetisch und kulturell reichhaltigeren Mode führen können. Sie liefern erste mögliche Antworten und Ansätze für die Zukunft.


Vretena verfolgt das Konzept der ganzheitlichen Kreislauffähigkeit. Vretenas Vision ist es, für die Zukunft der Mode qualitativ hochwertige Designs anzustreben, die mit dem Gedanken an Zirkularität und Verantwortung für die Umwelt entworfen, hergestellt und konsumiert werden. Die Natur ist dabei die höchste Inspirationsquelle.

Alle Modelle sind daher mit einer individuellen circularity.ID® versehen, um die Kreislauffähigkeit, Langlebigkeit und Wiederverwertung der Kleidungsstücke zu ermöglichen und zu unterstützen. Der Nähfaden besteht zu 100% aus der Zellulosefaser Tencel ™ und die Färbung erfolgt nach den strengen Richtlinien von Cradle to Cradle® Gold.

„Unsere Kollektion ist dafür gemacht, recycelt zu werden. Alle Materialien und Trimmungen werden sorgfältig für einen oder mehrere Recycler ausgewählt. Die Stile sind universell konzipiert, um sich gegenseitig und auch den persönlichen Stil des Trägers zu ergänzen.“ – VRETENA



Photos: VRETENA


Beneficial Discoveries #3 SILFIR Circular Workwear

Wie kann die Mode der Zukunft gestaltet werden, um der stetig wachsenden Herausforderung einer umweltschädlichen Mode- und Textilproduktion besser zu begegnen?

Dieser Fragestellung nachgehend, begegnen uns stets neue innovative Produkte und Geschäftskonzepte zum Thema Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in der Mode, die wir als unsere “Beneficial Discoveries“ vorstellen möchten. Anschließend an unsere Ausstellung „Wie die Mode der Zukunft umweltverträglich wird“ im Bundesumweltministerium Anfang diesen Jahres 2020, präsentieren wir nun auch die dort gezeigten gelungenen Bekleidungsbeispiele in digitaler Form. Die von uns ausgewählten Modedesigner, Marken und Produkte zeigen, wie Qualität, Innovation und Schönheit zu einer umweltfreundlicheren sowie ästhetisch und kulturell reichhaltigeren Mode führen können. Sie liefern erste mögliche Antworten und Ansätze für die Zukunft.


Von Arbeiterbekleidung inspiriert hat SILFIR die Workwear Uniform als ein ‚Wardrobe Staple’ entwickelt. Sie beweist, dass man auch mit einem reduzierten Kleiderschrank täglich gut aussehen und sich wohlfühlen kann. 

Der Zweiteiler folgt einem kreislauffähigen und transparenten Designansatz. Mit einem vollständig nachvollziehbaren QR-Code, der in Partnerschaft mit circular.fashion, einer Agentur für nachhaltige Produkt- und Systeminnovation, entstanden ist, können Nutzer die Beschaffenheit ihres Kleidungsstücks zurückverfolgen; von der Materialzusammensetzung bis hin zur Herstellungsweise. Dazu verlängert ein umfassender Reparatur- und Recycling-Service den Lebenszyklus der Produkte. 

TENCEL™ und LENZING™ ECOVERO™-Fasern der Workwear Uniform stammen aus zertifizierten Holzquellen und werden in einem umweltbewussten Prozess hergestellt.



Photos: SILFIR


Closed Loop System

Ein „Closed Loop System“ ist ein System, in dem Produkte und ihre Komponenten so entworfen, hergestellt, verwendet und gehandhabt werden, dass sie so lange wie möglich in der Gesellschaft zirkulieren. Mit maximaler Benutzerfreundlichkeit, minimalen nachteiligen Umweltauswirkungen, minimaler Abfallerzeugung und mit der effizientesten Nutzung von Wasser, Energie und anderen Ressourcen während ihres gesamten Lebenszyklus. Dies umfasst die Rückführung von Abfällen in Produktionssysteme sowie die Wiederverwendung oder Reparatur von Produkten.

Die eigentlich radikale Veränderung liegt in der Abwendung vom konventionellen, linearen Produktionssystem und der Transformation des gesamten Modesystems hin zu einer ganzheitlichen Gestaltung innerhalb kreislauffähiger Nutzungskonzepte. Wenn wir die Nutzungsphase lediglich am Ende des Nutzungszyklus verlängern, erhalten wir dasselbe System, das verantwortlich für unseren Abfall ist.

Aus diesem Grund glauben wir, dass das Potenzial für eine wirklich positive und gesunde Zukunft in Closed Loop liegt.



Beneficial Discoveries #2 KUNERT Blue 90

Wie kann die Mode der Zukunft gestaltet werden, um der stetig wachsenden Herausforderung einer umweltschädlichen Mode- und Textilproduktion besser zu begegnen? 

Dieser Fragestellung nachgehend, begegnen uns stets neue innovative Produkte und Geschäftskonzepte zum Thema Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in der Mode, die wir als unsere “Beneficial Discoveries“ vorstellen möchten. Anschließend an unsere Ausstellung „Wie die Mode der Zukunft umweltverträglich wird“ im Bundesumweltministerium Anfang diesen Jahres 2020, präsentieren wir nun auch die dort gezeigten gelungenen Bekleidungsbeispiele in digitaler Form. Die von uns ausgewählten Modedesigner, Marken und Produkte zeigen, wie Qualität, Innovation und Schönheit zu einer umweltfreundlicheren sowie ästhetisch und kulturell reichhaltigeren Mode führen können. Sie liefern erste mögliche Antworten und Ansätze für die Zukunft.


Anschließend an die Cradle to Cradle CertifiedTM #WearTheChange Kollektion von C&A ist das zweite Feature unserer Onlinereihen „Beneficial Discoveries“ der biologisch abbaubaren Strumpfhosenkollektion 'Blue 90' von KUNERT gewidmet.

Mit der 'Blue 90 Collection' brachte KUNERT erstmals Strumpfhosen aus einer umweltfreundlichen Nylonalternative auf den Markt, die komplett industriell abbaubar sind und nach dem Gebrauch wieder in den natürlichen biologischen Kreislauf der Erde eingeschleust werden können. Sie bestehen aus 89% Polyamid und 11% Elasthan. 

Bereits 2017 brachte Kunert die erste recycelbare Strumpfhosenkollektion namens 'Blue 50' auf den Markt, die aus aus ECONYL® gefertigt ist – einer zu 100% regenerierten und regenerativen Faser, die aus Nylon-Abfällen wie Fischernetzen, Textilien, Teppichen und anderen aus den Weltmeeren gesammelten Wertstoffen hergestellt wird. Dank neuester Technologien ist es möglich, die hohe Qualität und Leistung der ECONYL® Garne im technischen Kreislauf beizubehalten. 



Photos: KUNERT