Bundespreis Ecodesign 2017

11.09.2017 Kunstgewerbemuseum in Berlin

Wie sich Produkte und Dienstleistungen auf die Umwelt auswirken, wird maßgeblich durch ihr Design bestimmt. Der Bundespreis Ecodesign zeichnet nachhaltige und herausragend gestaltete Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus. Aus insgesamt 324 eingereichten Beiträgen aus den Bereichen Architektur, Energie, Ernährung, Haushalt, Interieur, Mobilität und Mode schafften es 129 Beiträge nach einer Vorauswahl in die zweite Wettbewerbsrunde und wurden der Jury für den Bundespreis Ecodesign am 11. September 2017 im Kunstgewerbemuseum in Berlin vorgestellt.

Die interdisziplinären Jury, in der Friederike von Wedel-Parlow seit 2015 Mitglied ist, nominierte insgesamt zwanzig Beiträge, wovon sieben davon bei der feierlichen Preisverleihung am 27. November 2017 im Bundesumweltministerium ausgezeichnet wurden.

 „Die Bewerbungen reichen von kleinen Objekten wie schlicht-schönen LED-Strahlern bis hin zu großen Visionen vom Bauen mit Bäumen. Solchen Ideenreichtum brauchen wir, um unsere Produktions- und Konsumgewohnheiten umweltverträglicher zu gestalten.“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

 

Kategorie Nachwuchs

Mit dem Bundespreis Ecodesign Nachwuchs 2017 wurde ein Projekt zu kreislauffähiger Mode ausgezeichnet. Die Kategorie Nachwuchs vereint Projekte aller Designsparten und bietet einen Ausblick auf innovative zukunftsweisende Projekte. Die Nachwuchspreise sind mit jeweils eintausend Euro dotiert.

Die Modekollektion „DfC x JNJ“ von Ina Budde überzeugt nicht nur durch das konsequent auf Kreislauffähigkeit ausgerichtete Design, sondern auch durch intelligente Kommunikationslösungen und das zugrunde liegende EXTENDED CLOSED LOOP Modell. Ziel ist eine bessere Vernetzung innerhalb der Modewirtschaft sowie der Ausbau von Rückgabestrukturen und Angeboten zur Mehrfachnutzung. Jedes Kleidungsstück der Kollektion ist mit einem scanbaren Label versehen, das u.a. die Materialzusammensetzung für Kunden und Recyclingunternehmen sichtbar macht sowie über Leasing- und Rückgabemöglichkeiten informiert.

 

„Nachhaltigkeit wird hier nicht nur auf Ebene der Materialität – beispielsweise mit den innovativen, biologisch abbaubaren Produkten der Firma Lauffenmühle – intelligent gelöst, sondern das System Mode wird auch als Ganzes in den Blick genommen: QR-Codes auf den Etiketten sorgen für Transparenz und Nachverfolgbarkeit, Zweitverwendungen als Second-Hand oder Leasing-Modell werden propagiert. Dieser Ansatz soll als Start-Up-Designagentur mit jungen Labels wie JAN ‚N JUNE auf den Weg gebracht werden.“

Prof. Friederike von Wedel-Parlow